Englisch sprechen lernen in Afrika

Englisch ist die Weltsprache Nummer Eins. Dies hat sie vor allem dem Umstand zu verdanken, dass die Briten einst nach Weltmacht strebten (und auch eine waren) und viele Kolonien auf der ganzen Welt hatten. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts war die Kolonialpolitik Englands allerdings am Ende und 1931 wurde das Commonwealth gegründet – als Nachfolge für die Kolonialmacht Großbritannien. Viele Ländern waren damals schon oder wurden daraufhin in die Unabhängigkeit entlassen. Was in vielen ehemaligen britischen Kolonien geblieben ist, ist die Englische Sprache als Amtssprache. Dies ermöglicht es heute Sprachschülern, die einen Sprachaufenthalt Englisch machen wollen auch in Ländern Afrikas eine Sprachschule zu besuchen und ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Verbunden ist damit auch ein Ausflug in eine völlig andere Kultur.

Foto: Thommy Weiss  / pixelio.de
Foto: Thommy Weiss / pixelio.de


Beispiel Kenia

Ende des 19. Jahrhunderts kam die Ost-Afrika -Kompanie in das Gebiet des heutigen Kenia und verwaltete dies als Britisch Ostafrika. 1920 wurde das Land offiziell britische Kronkolonie und wurde 1963 in die Unabhängigkeit entlassen. Nairobi weist bis heute zahlreiche koloniale Bauten auf, die sehenswert sind und die Geschichte des Landes wiederspiegeln, das eigentlich recht spät von den Weißen in Besitz genommen wurde und Unterdrückung der schwarzen Zivilbevölkerung erleiden musste, aber nicht hinnahm. Englische Sprachschüler finden sich in diesem Land sehr gut zurecht. Die Amtssprache und Umgangssprache ist nämlich neben Swahili auch Englisch. Gegenüber Europäern gibt man sich hier im Land freundlich.

Beispiel Südafrika

Das Sagen am Kap der Guten Hoffnung hatten zunächst die Niederländer mit der Niederländischen Ostindien-Kompanie, die dort Handelsstützpunkte errichtete. Im 19. Jahrhundert kam es hier zu Auseinandersetzungen mit den Engländern, die ihrerseits die Region am Kap der Guten Hoffnung beanspruchten und auch vor kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Buren nicht zurückschreckten, die inzwischen dort ihre eigenen Republiken gegründet hatten. Grund dafür waren Gold und Diamanten, die man in der Wüste Südafrikas zahlreich fand. Die heutige Republik Südafrika bzw. der Zusammenschluss von Buren und Engländern erfolgte 1931, wobei das Land 1961 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Sprachschüler können hier neben Englisch auch viele afrikanische Sprachen lernen. Geöffnet hat sich Südafrika allerdings erst so richtig nach dem Ende der Apartheid Anfang der 1990erJahre.