Mallorca Police muss sein

Nicht überall auf der Welt gilt deutsches Niveau. Das gilt vor allem nicht bei der Einstellung was die Pünktlichkeit betrifft und auch nicht wenn es um die Deckungssummen für eine Autoversicherung geht. Dies sind eben Standards, die es nur in Deutschland gibt, wobei Dänemark mit umgerechnet 15 Millionen Euro bei Personenschäden die deutsche Deckungssumme von 7,5 Millionen Euro noch einmal übersteigt. Doch auch Finnland, Frankreich und Belgien sowie Großbritannien und Israel sind hier mit einer unbegrenzten Deckungssumme wenigstens in diesem Bereich noch in diesem Standard drinnen. Dafür gibt es für Sachschäden in Deutschland 1,2 Millionen Euro und in Ländern wie Spanien sogar 15 Millionen Euro. Das Ungleichgewicht ist hier doch sehr groß, insbesondere wenn man einen Blick nach Südeuropa oder Osteuropa wagt.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de


Abschließbar auch übers Internet

Wer hier sicher gehen möchte und gerade in ein Land reist, wo er sich einen Mietwagen nimmt, in dem die Deckungssummen nicht so hoch sind, sollte auf jeden Fall eine sogenannte Mallorca Police abschließen. Ihr vollständiger und korrekter Name lautet im Übrigen „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“. Diese gilt in fast allen Ländern der Welt. Wo sie nicht gilt, kann man eine „Traveller Police“ abschließen, zum Beispiel für die USA. Mallorca Police kam als „Spitzname“ für diese Versicherung aus dem Grund auf, weil in den 1980er Jahren immer mehr Urlauber wenn sie auf Mallorca weilten sich dort einen Mietwagen nahmen. Doch die dortigen Verhältnisse im Bezug auf die angebotenen Haftpflichtversicherungen waren nicht gerade optimal und der Urlauber musste womöglich Teile des Schadens selbst bezahlen.