Urlaub an der Costa Smeralda

Wer an der Costa Smeralda Urlaub machen kann auf Sardinien, der muss schon zum internationalen Jet-Set gehören oder zumindest sehr viel Geld auf dem Konto haben. Denn die Costa Smeralda ist nicht irgendeine Urlaubsregion auf Sardinien, sondern die, wohin Manager und auch Unternehmer fahren. Dabei ist der Name dieses Küstenabschnitts nicht einmal von der Historie her entstanden, sondern stammt aus der Feder von Marketingabteilungen internationaler Investmenthäuser. Für die Einheimischen ist die Region immernoch die Monti di Mola und war schon immer nur auf dem Seeweg erreichbar. Die Menschen, die hier lebten waren arme Hirten und Bauern. Diese erhielten in den 1950er Jahren aber ein Angebot einer internationalen Investmentgruppe um Prinz Karim Aga Khan.

Foto: daniel stricker  / pixelio.de
Foto: daniel stricker / pixelio.de


Geraubte Küste

Rund 55 km kaufte dieser ein und schuf für viele heute unbezahlbaren Luxus in Form von Ferienresorts, die sich um die traumhaften Buchten platzieren. Die Einheimischen sprachen später von der „costa rubata“, der geraubten Küste. Dabei lief alles ganz legal ab. Doch der Grund dafür ist, dass das Resort eigentlich für die Sarden nichts einbringt. Man bleibt auch heute noch hier gerne unter sich. Die Costa Smeralda gehört dabei zu den schönsten Postkartenmotive, die man von Sardinien bekommen kann. Die Vorschriften sind dabei sehr streng, wenn es um Baumaßnahmen geht. Ein Haus darf hier nicht mehr als drei Geschosse haben. Diese Vorgaben existierten schon lange und halfen dabei, dass Sardinien trotz starkem Tourismus sein ursprüngliches Aussehen bis heute nicht verlor. Auch fürs übrige Sardinien gibt es entsprechende Vorgaben, die aber erst 40 Jahre später in Kraft traten.